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so ist teneriffa

So ist Teneriffa

Teneriffa liegt inmitten des Kanarischen Archipels und hat eine Fläche von rund 2034 km2, die vom Teide (3.718 m), Spaniens höchstem Berg gekrönt wird. Die Insel ist 25 km von La Gomera und 50 km von Gran Canaria entfernt.
Teneriffa ist vulkanischen Ursprungs. Der letzte Ausbruch liegt jedoch schon beinahe 100 Jahre zurück. Damals brach der Chinyero Vulkan, 1909, der sich heute im Naturschutzgebiet befindet, aus. Der Vulkankomplex des Teide und Pico Viejo entstand vor rund einer Million Jahren in einem Dampfkessel, der heute weithin als Schlucht des Teide bekannt ist. Verschiedene Landschaften ziehen sich durch die verschiedenen Höhenlagen, von denen rund 43 % unter Naturschutz stehen. Wir stossen auf die folgenden ökosysteme auf der Insel: Das Malpais in den südlichen, unteren Zonen mit den typisch frischen Lavafeldern und einer Durchschnittstemperatur von 20 Grad. Die Laurisilva, liegt im Norden der Insel auf rund 800 m, und gibt mit seinen Wäldern und eigener Pflanzenwelt dem Anaga und dem Teno einen eigenen Charakter. über 1000 m ü.M. beginnt das Reich der Kanarischen Pinie, der grössten Pinienart Spaniens, die durch ihre grosse Menge an Harz in ihrem inneren auch ziemlich Feuerfest ist.

Teneriffa ist ein Naturparadies, reich an Reptilien, Insekten und Vögeln. Die Blaumeise ist sogar das Symbol der Insel. Hier finden wir auch eine grosse Anzahl von Fischen. Die Stars gehören jedoch zu einer anderen Gattung; Delfine und Pilotwale, tummeln sich zwischen Teneriffa und La Gomera und sind Anziehungspunkt vieler Touristen und Biologen. Die Temperaturen sind ganzjährig sehr angenehm und schwanken zwischen 18º C im Winter und 25º C im Sommer. Die Passatwinde tragen zur Feuchtigkeit bei und formen das typische Wolkenmeer, das sich auf rund 1000 m ü. M. befindet, wo wir auch das Phänomen des "horizontalen Regens" antreffen.
Teneriffa hat eine sehr abwechslungsreiche Landschaft, im Norden etwas regnerischer und grüner als im Süden, wo vorwiegend die Sonne scheint. Die Insel verfügt über rund 400 km Küstenlinie mit wunderbaren Sandstränden, die sowohl weiss als auch schwarz sind. Eine perfekte Insel in allen Bereichen; sowohl Sportler als auch Sonnenanbeter, Wanderer und Wasserratten finden hier ein perfektes Urlaubsziel.

Teneriffa, die Insel des Vulkans, umwoben von Mythen; Schriftsteller aus dem Altertum siedelten hier gar das Paradies oder die sagenumwobene Insel Atlantis an. Plinio war wohl einer der ersten, der im 1. Jahrhundert von dem Mauritanischen König, Juba II auf die Inseln geschickt worden war, und auch darüber berichtete. Zum Andenken an das Abenteuer nahm er sich einige riesigen Hunde (bardinos) mit nach Hause, die der Inselgruppe schlussendlich auch den Namen Islas Canarias (Can oder Canes - Hund) gaben.

Geschichte

Wie bereits gesagt, war die Vergangenheit von Teneriffa schon immer sagenumwoben. Ob nun hier das Paradies angesiedelt, oder Atlantis vermutet wurde, die Sagen waren so ungenau, weil im Altertum alles was über die Strasse von Gibraltar hinausreichte für die damaligen Europäer gänzlich unbekannt war.

Auch heute finden wir noch die Nachkommen der Riesenhunde, die im 1. Jahrhundert nach Christus den Inseln ihren Namen gegeben haben; sie werden heute Bardinos genannt und sind dem Presa Canaria ähnlich.

Es ist nicht erstaunlich, dass in den ersten Erzählungen der Kanarischen Inseln vorwiegend über Teneriffa gesprochen wurde, was auch unter dem Namen Nivaria bekannt war, da man schon von weitem die mit Schnee bedeckte, in Wolken eingehüllte Spitze des Teide erkennen konnte, was die damaligen Seefahrer wohl sehr beeindruckte.

Die Inseln waren bis zu ihrer Eroberung, im 15. Jahrhundert durch die Europäer, von einer Bevölkerung bewohnt, die ihren Ursprung aller Wahrscheinlichkeit nach in Nordafrika hatte. Sie waren jedoch zur Zeit ihrer Entdeckung ihren Verwandten aus Nordafrika im Bezug auf Handwerk und Religion einen Schritt voraus. Die Guanchen aus Teneriffa stellten ihre Kleidung aus Fellen her, hatten jdeoch keine Ahnung von der Seefahrt.

Dennoch beerdigten sie schon ihre Toten nach einem aufwändigen und effektiven Mumifizierungsverfahren. Auch was das Handwerk anging waren Sie schon sehr weit; sie bearbeiteten Ton mit schönen Verzierungen und benutzten Lavasteine als Pfeilspitzen.
Viele antike Schriftsteller und auch einige der heutigen Zeit, glaubten, dass die Kanarischen Inseln die überreste des versunkenen Kontinents Atlantis sind. Auch glaubten sie, dass die Guanchen die Nachkommen der Atlanten wären. Die Kinder und Enkelkinder der Bewohner des Sagenumwobenen Kontinents sahen sich also nach dem plötzlichen Untergang ihrer Welt als Inselbewohner. Das nicht vorhandene Wissen über die Seefahrt, verhinderte die Komunikation zwischen den Inseln und so komunizierten sie ausschliesslich unter sich. Auch wenn die Guanchen laut Augenberichten riesengross und von breiter Statur waren, kann hier noch lange nicht von einer wissenschaftlichen These gesprochen werden, dass sie von den Atlanten abstammen.

Als die Spanischen Eroberer schliesslich nach Teneriffa kamen, war die Insel in 9 Königreiche und Fürstentümer aufgeteilt, in der jeweils ein König oder Fürst regierte, der von einem ältestenrat beraten wurde. Die Eroberung der Inseln begann offiziell 1402 mit dem Einmarsch von Jean Bethencourt und Gadifier de la Salle unter König Enrique dem III. Lanzarote, Fuerteventura und El Hierro fielen mit Leichtigkeit an die Krone und Fernan Peraza tat mit La Gomera dasselbe.

Teneriffa war die letzte Insel, die unter Isabel und Fernando de Aragon (Reyes Catolicos) an die Krone fiel. Der Kampf war jedoch sehr schwierig und die Spanier, unter Alonso Fernandez de Lugo kämpfend, erlitten einige spektakuläre Niederlagen, wie die 1494 bekannte "Matanza" (heute ein Dorf), in der seine ganze Armee in einen Hinterhalt gelockt und getötet wurde. Ein Jahr später kehrte er mit einer neuen Armee zurück und auch das Glück auf dem Schlachtfeld kehrte auf seine Seite zurück. Einige der einheimischen Fürsten schlugen sich sogar auf seine Seite, doch viele zogen den Selbstmord, der Unterordnung eines neuen Königs vor. Mit dem Sieg über Bencomo, in Mencey von Taoro (Senke des Orotava) war die Schlacht um Teneriffa und die Kanarischen Inseln 1496 beendet.

Als die Kämpfe in Teneriffa noch in vollem Gange waren und die Geschichte einmal mehr ein grausiges Ende nahm, legte Christoph Kolumbus in La Gomera an, bevor er seine Route nach Amerika fortsetzte. All die Kämpfe trübten jedoch die fantastischen und wunderbaren Geschichten über die Inseln in Europa kaum. Hier noch eine kleine Anektode: Der erste Mensch, der gemäss der modernen Literatur, zum Mond reiste, tat dies vom Teide aus und war der aus Sevilla stammende Domingo Gonzalez, gleichnamiger Romanheld aus dem Buch von Francis Goldwin - "A man in the moon" von 1600.
Im laufe der Zeit, wurde allein schon wegen der Schiffsrouten, die Verbindungen der Kanaren zu Amerika immer stärker. Viele von ihnen liessen sich nach Amerika verschiffen und bildeten dort erste Kolonien, Städte und Länder. Die Städte Montevideo in Uruguay oder auch San Antonio in Texas, USA wurden von Kanarischen Einwanderern gegründet.

Der Aussenhandel und der Landwirtschaftliche Reichtum der Kanaren, sowie die Malvasia Weine wurden auf der ganzen Welt berühmt und geschätzt. Und auch die strategische Position der Inseln liessen sie immer Kosmopoliter werden, Spanier, Engländer, Portugiesen und Holländer kamen auf die Inseln, und setzten den Grundstein für das heutige Leben auf den Kanaren. Vielfach zeigten Piraten sowie andere Staaten grosses Interesse an den Inseln, konnten sie jedoch nie von den Spaniern erobern.

1797 versuchte Admiral Nelson die Stadt Santa Cruz de Tenerife mit seiner Flotte einzunehmen, wurde jedoch von General Gutiérrezs´ Armee geschlagen und verlor dabei einen Arm. Die Briefe und Geschenke, die die kämpfenden Truppen untereinander austauschten, zeugen von der Gastfreundschaft der Inselbewohner und dies selbst zu Kriegszeiten.

Seit ihrer Entstehung haben die Kanarischen Inseln durch ihre spezielle geographische Situation bestimmte administrative sowie ökonomische Sonderregelungen gegenüber dem Spanischen Mutterland genossen. Es wurden Zollfreihäfen eingerichtet (seit 1872) und auch die Cabildos Insulares gebildet; sogenannte Inselregierungen (seit 1912). Auch verfügen die Kanarischen Inseln über ein eigenes Steuersystem.

1982 wurden die Kanarischen Inseln zur Autonomen Provinz des Spanischen Staates erkklärt und traten 1986 mit Spezialregelungen der Eruopäischen Union bei.

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